Erhöhtes Aufkommen des Eichenprozessionsspinners

Trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen tritt der Eichenprozessionsspinner im gesamten Stadtgebiet und in allen Stadtwaldflächen in diesem Jahr verstärkt auf. Die Raupenart zählt zu den Gewinnern des Klimawandels und profitiert von den zunehmend warmen und trockenen Witterungsbedingungen. Die Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen kann.

Die Stadt Aschaffenburg ist derzeit mit allen verfügbaren Kapazitäten im Einsatz, um Nester an besonders sensiblen Standorten im Stadtgebiet und im Wald zu entfernen. Vorrang haben dabei Kindergärten, Schulen, Sportplätze, Grünanlagen sowie weitere Erholungs- und Freizeiteinrichtungen. Sollte es nicht möglich sein, die Nester zeitnah zu entfernen, wird der betroffene Bereich abgesperrt. Entlang von Forstwegen und in Waldbeständen wird der Eichenprozessionsspinner nicht bekämpft, da der Befall im Wald als natürliches Phänomen gilt.

Aufgrund der Vielzahl betroffener Bäume können nicht alle Nester beseitigt werden. Die Stadt empfiehlt daher, sich vorsorglich von Eichen- und Eichenwäldern fernzuhalten und den Kontakt mit Raupen, Gespinsten oder Nestern unbedingt zu vermeiden. Absperrungen sollten nicht ignoriert werden.

Die Stadt appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Nester nicht selbst zu entfernen. Die freigesetzten Nesselhaare können mehrere Jahre gefährlich bleiben. Wer Nester des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet entdeckt, wird gebeten, diese per E-Mail mit möglichst genauen Standortangaben an stadtbaum@aschaffenburg.de zu melden.

Infos zum Eichenprozessionsspinner gibt es auf der Seite des Umweltbundesamts unter https://www.umweltbundesamt.de/eichenprozessionsspinner#aussehen-und-vorkommen-

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