Nachhaltigkeit: Internationaler Austausch in Aschaffenburg

Wie können Städte und Gemeinden nachhaltiger werden und ihre Fortschritte sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines intensiven Austauschs zwischen 18 Kommunen aus Deutschland und Südafrika in Frankfurt. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die Praxis zu gewinnen. Auch eine Exkursion nach Aschaffenburg stand auf dem Programm. Oberbürgermeister Markus Schlemmer und Dr. Julia Bauer von der Stabsstelle für Klima und Nachhaltigkeit

stellten den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Großen Sitzungssaal des Rathauses die Nachhaltigkeitsprojekte der Stadt Aschaffenburg vor. Besichtigungen einer Streuobstwiese, von Trinkbrunnen, Wetter-Stationen und SDG-Stromkästen sowie eine Führung durch das Biomasseheizkraftwerk ergänzten das Programm.

Es war schön zu sehen, wie begeistert de Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Projekten in Aschaffenburg waren“, so Dr. Julia Bauer. „Außerdem haben wir viele Ideen gesammelt, wie wir unser lokales Handeln für die Nachhaltigkeit noch ausbauen können.“

Hintergrund:

Organisiert wurde der Workshop von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in Zusammenarbeit mit der South African Local Government Association (SALGA). Im Fokus der dreitägigen Tagung standen das gemeinsame Lernen – das sogenannte Co-Learning – rund um Nachhaltigkeitsmanagement und die Erstellung von kommunalen Nachhaltigkeitsberichten (Voluntary Local Reviews VLR).

Kommunen spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SGDs). Ob beim Schutz vor Hitze, beim Ausbau erneuerbarer Energien, in der Gesundheitsversorgung oder bei der Förderung sozialer Teilhabe – die Herausforderungen sind vielfältig. Gleichzeitig sind Städte und Gemeinden weltweit direkt von den Folgen des Klimawandels, wirtschaftlichen Veränderungen und Migration betroffen. Umso wichtiger ist es, dass sie gemeinsam Lösungen entwickeln, die vor Ort wirken und allen Menschen zugutekommen.

Ein gemeinsames Ziel verbindet alle Beteiligten: Nachhaltigkeitsberichte sollen künftig noch stärker als strategisches Instrument genutzt werden. Sie helfen, Fortschritte messbar zu machen, Wirkungen sichtbar zu gestalten und Transparenz gegenüber der Bevölkerung zu schaffen.

In Fachvorträgen und interaktiven Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden unter anderem zu Monitoring und Datenerhebung, zur Beteiligung von Verwaltung und Bürgerschaft sowie zur Öffentlichkeitsarbeit aus. Praxisnahe Einblicke lieferten konkrete Beispiele aus den Kommunen. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge von Expertinnen und Experten aus Deutschland und Südafrika.

Die Teilnehmenden waren sich einig: Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Der Workshop und der Besuch in Aschaffenburg zeigten, wie wertvoll der internationale Austausch ist. Ideen wurden geteilt, Erfahrungen diskutiert und konkrete Ansätze weiterentwickelt.

Der intensive Austausch hat gezeigt: Der Bedarf an weiterer Zusammenarbeit ist groß. Die nächste Gelegenheit dazu bietet ein Folgetreffen im September 2026 in Durban, Südafrika. Dort sollen die Erkenntnisse vertieft und gemeinsam weiterentwickelt werden.

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