Der Biber ist zurück: So gelingt das Miteinander
Der Biber ist zurück, und auch in Aschaffenburg nehmen die Begegnungen von Mensch und Biber zu. Das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz gibt Tipps für den rücksichtvollen Umgang mit dem Wildtier.
Abstand halten und ruhig beobachten: Eine Begegnung mit einem Biber ist vor allem eines: ein schönes Naturerlebnis. Wer einen Biber sieht, darf ihn gerne ruhig aus der Entfernung beobachten. Wichtig ist, dem Tier Raum zu lassen und ihm immer einen freien Rückzug zum Wasser zu ermöglichen.
Hunde unter Kontrolle führen: Hunde sind neugierig, bewegen sich schnell und können für Wildtiere bedrohlich wirken – auch dann, wenn sie nur spielen oder schnuppern möchten. Ein Biber möchte keinen Streit. Wird er jedoch überrascht, bedrängt oder in die Enge gedrängt, kann er sich verteidigen. Hunde sollten deshalb in Ufernähe aufmerksam und in ausreichendem Abstand zu Bibern, möglichen Biberbauen und dicht bewachsenen Uferbereichen geführt werden. Das schützt den Biber, seine Jungtiere und auch den eigenen Hund.
Hintergrund
Wer am Main und an seinen Zuflüssen unterwegs ist, kann mit etwas Glück einem besonderen Nachbarn begegnen: dem Biber. Dass er wieder an unseren Gewässern lebt, ist eine erfreuliche Entwicklung. Der Biber gehört zur heimischen Tierwelt und ist ein wichtiger Teil lebendiger Flusslandschaften.
Mit seinen Bauten, Fraßspuren und Veränderungen am Ufer schafft der Biber wertvolle Strukturen für viele andere Tier- und Pflanzenarten. Wo Biber leben, entstehen oft vielfältigere Gewässerränder, Rückzugsräume und neue Lebensräume.
Biber sind grundsätzlich friedliche Wildtiere. Sie suchen keinen Konflikt mit Menschen oder Hunden. In der Regel ziehen sie sich zurück, wenn sie ausreichend Abstand haben und nicht bedrängt werden. Besonders während der Jungenaufzucht ist Rücksicht jedoch wichtig. In dieser Zeit nutzen Biberfamilien die Uferbereiche besonders intensiv, denn dort befinden sich ihre Baue, Wege, Fraßplätze und Rückzugsräume. Das gilt nicht nur am Main selbst, sondern auch an den kleineren Bächen im Stadtgebiet, die von Bibern ebenfalls genutzt werden.
Mit etwas Rücksicht gelingt das Miteinander ganz einfach: ruhig beobachten, Abstand halten, Hunde unter Kontrolle führen und Wildtiere nicht bedrängen. So bleibt die Begegnung mit dem Biber das, was sie sein sollte – ein schöner Moment in der Natur.