Wie entstanden aus feministischen Kämpfen in den großen Zentren der Frauenbewegung ganz konkrete Veränderungen vor Ort? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt von „Aschaffenburg feministisch. Frauen gemeinsam auf dem Weg“. Das Buch zeigt, wie sich auch in einer Mittelstadt wie Aschaffenburg seit den 1970er-Jahren Frauen für Emanzipation, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung organisiert haben – lokal engagiert, global motiviert.
Mit Blick auf die Geschichte der Frauenbewegung wird deutlich: Feminismus ist nicht nur in Metropolen entstanden, sondern wurde auch in Städten wie Aschaffenburg in die Praxis übersetzt. Hier kämpften Frauen für gleiche Rechte, gegen Gewalt, für Sichtbarkeit sowie für politische und soziale Teilhabe. Das Buch erzählt von diesen Auseinandersetzungen ebenso wie von den Menschen und Initiativen, die feministische Anliegen über Jahrzehnte hinweg vorangebracht haben.
Von der Frauengruppe im Kommunalen Jugendhaus über das Frauenzentrum, LeiA e. V., Frauen gegen Gewalt und SEFRA e. V., bis hin zu Frauenhearing, Fraueninitiativen, Gewerkschaften, Parteien und katholischen Organisationen: Das Buch zeichnet ein vielfältiges Bild der lokalen Frauenbewegung. Es würdigt die vielen Formen feministischen Engagements – vom Protest bis zur Beratung, von der Vernetzung bis zur öffentlichen Intervention.
Dabei dokumentiert „Aschaffenburg feministisch“ nicht nur Geschichte, sondern macht sichtbar, wie lebendig und wirksam feministische Arbeit in der Region war und ist.
Ein wichtiges Buch für alle, die sich für Frauenbewegung, lokale Erinnerungskultur und politische Selbstermächtigung interessieren.

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01.09.2026