Förderprogramme des Freistaates Bayern

Bayerisches Wohnungsbauprogramm

Der Freistaat Bayern gewährt über die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (Bayern Labo) im Bayerischen Wohnungsbauprogramm unter anderem befristet zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse für den Bau und Erwerb von Eigenwohnraum in der Form von

  • Einfamilienhäusern,
  • Zweifamilienhäusern (einschließlich darin befindlichen Mietwohnraums) und
  • Eigentumswohnungen.

Gefördert wird mit einem Darlehen, einem einmaligen Zuschuss für Haushalte mit Kindern sowie einem ergänzenden Zuschuss beim Zweiterwerb (gebrauchte Immobilie). Die Auswahl der zu fördernden Vorhaben richtet sich auch nach der sozialen Dringlichkeit der Anträge.

ACHTUNG: Aktuell sind keine Fördermittel für dieses Programm verfügbar

Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm (ZVP)

Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (Bayern Labo) fördert im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm (ZVP) den Neubau und Erwerb von Eigenwohnraum in der Form von

  • Einfamilienhäusern,
  • Zweifamilienhäusern (nur die für den Antragsteller vorgesehene Wohnung) und
  • Eigentumswohnungen

durch ein gegenüber dem Kapitalmarkt zinsverbilligtes Darlehen. Dieses Darlehen wie auch das Darlehen aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm wird nachrangig im Grundbuch abgesichert.

Weitere Informationen und die aktuellen Zinssätze der Darlehen aus dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm (ZVP) und dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm erhalten Sie im Internet unter www.bayernlabo.de und www.stmb.bayern.de.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist das Fundament Ihrer Immobilie. Noch bevor es an das eigentliche Finanzierungskonzept geht, sollten Sie alle vorhandenen Reserven bis auf eine Rücklage für Notfälle für die Finanzierung einsetzen, um einen möglichst hohen Eigenkapitalanteil zu erreichen. Zum Eigenkapital zählen beispielsweise Sparguthaben, Bausparguthaben, Festgelder, Aktien, Fonds, ETF und kapitalbildende Versicherungen sowie bereits vorhandene Grundstücke. Die Aufzählung ist nicht abschließend.

Wie Eigenkapital sind Schenkungen von Verwandten zu betrachten. Neben den eigenen Geldmitteln können auch bauliche Eigenleistungen angesetzt werden.

Je nach individueller Situation sind auch Finanzierungen mit weniger Eigenkapital möglich.

Bankdarlehen

Ein wichtiger Bestandteil bei der Baufinanzierung ist in der Regel ein langfristiges Darlehen einer Sparkasse oder Bank, dessen Konditionen sich nach dem Zinsniveau am Kapitalmarkt richten. Es wird empfohlen, sich hier mehrere Angebote einzuholen und Besonderheiten wie zum Beispiel Sondertilgungsrechte, Ratenfreistellungen und weiteres zu vergleichen.

Förderprogramm der Stadt Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg fördert ebenfalls den Wohnungsbau und Wohnungskauf mit Zuschüssen für Familien mit Kindern.

Der Baukostenzuschuss beträgt pro im Haushalt lebendem Kind, für welches auch Kindergeld bezogen wird, derzeit bis zu 4.000.- Euro (einmalig). Für die Antragsberechtigung gelten die nach den sozialen Wohnungsbauförderbestimmungen bestehenden Einkommens- und Fördergrenzen. Ergänzend gibt es noch städtische Förderbestimmungen.

Der Baukostenzuschuss ist vor Baubeginn oder Kaufvertragsabschluss bei der Stadt Aschaffenburg – Bauordnungsamt - Sachgebiet Wohnungswesen zu beantragen. Hier werden Sie auch vor der Antragstellung informiert. Es wird darauf hingewiesen, dass die städtischen Fördermittel begrenzt sind und sich deshalb Fördereinschränkungen ergeben können. Ein Rechtsanspruch auf eine städtische Förderung besteht nicht.

KfW-Förderprogramme

Die bundeseigene KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gewährt Baudarlehen und Zuschüsse in verschiedenen Variationen. Näheres ist auch unter www.kfw.de zu finden. Da die KfW keine eigenen Filialen betreibt, sind die Kundenberater/innen in den Banken und Sparkassen vor Ort Ihre Ansprechpartner.

Zuschüsse

Von verschiedener Seite können auch für unterschiedliche Sonderbauteile Zuschüsse gewährt werden. Als Beispiele können hier Photovoltaikanlagen, sogenannte Balkonkraftwerke, Solarthermie, Biomasseanlagen, Kleinwasserkraftwerke, Wärmepumpen und anderes genannt werden. Näheres unter www.bafa.de, www.kfw.de und auf dieser Website unter dem Menüpunkt Energie.

Absicherung Ihrer Immobilie

Denken Sie auch an die Absicherung Ihrer Immobilie. Für Ihre eigenen vier Wände investieren Sie viel Zeit und Geld. Umso wichtiger ist es, sich vor den finanziellen Folgen möglicher Risiken abzusichern. Als Immobilienbesitzer muss man sich auch der Gefahren, die dem eigenen Heim drohen, bewusst sein. Ein Feuer- oder ein Rohrbruchschaden, Schäden durch Sturm oder Einbruch - das kostet oft viel Geld. Auch die persönliche Absicherung der Familie bei Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder Unfall sollte bedacht werden. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall an Versicherungsunternehmen, Sparkassen oder Banken.

Umfassende Informationen

Im Internet ist eine umfassende Informationsgewinnung über die gesetzlichen Regelungen oft schwierig. Bei weiteren Auskünften und Informationen wenden Sie sich bitte frühzeitig an den/die zuständige/n Sachbearbeiter/in im Bauordnungsamt und vereinbaren Sie gegebenenfalls einen konkreten Informationstermin.

Folgende Unterlagen sollten bei einem Informationsgespräch vorgelegt werden:

- Angaben zum Objekt (Lage, Größe, Anzahl der Zimmer, Kaufpreiskosten, eventuelle Modernisierungskosten, Eigentumsverhältnisse, Exposé oder Wertgutachten, Energieausweis)

- Einkommensnachweise der letzten 12 Monate (sämtliche Einkünfte der im Haushalt lebenden Personen)

- Tabellarische Aufstellung des gesamten vorhandenen Eigenkapitals

Ergänzende Links