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Kulturpreisträger

Haus Wolfsthalplatz, heute Museum jüdischer Geschichte und Kultur

Seit 1985 setzt sich der Förderkreis Haus Wolfsthalplatz in vorbildlicher Weise für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Aschaffenburg ein. Seine Hauptaufgabe war in der Anfangszeit die inhaltliche Ausgestaltung des Jüdischen Dokumentationszentrums Haus Wolfsthalplatz, das 2007 in „Museum Jüdischer Geschichte und Kultur“ umbenannt und an die Museen der Stadt angegliedert wurde. Darüber hinaus organisiert der Förderkreis seit 1995 nicht nur die jährlichen Gedenkfeiern an die Pogromnacht von 1938, sondern seit 1999 auch wissenschaftliche Symposien für Lehrer zu Themen wie Judentum, Verfolgung, NS-System, Zwangsarbeit oder Gedenkkultur. Auch die Verlegung der so genannten „Stolpersteine“ in Aschaffenburg hat er angestoßen und zahlreiche Forschungsarbeiten, etwa zu Zwangsarbeitern oder zu den jüdischen Friedhöfen am Altstadtfriedhof und auf dem Erbig, auf den Weg gebracht und unterstützt. Der Verein unterhält seit vielen Jahren intensive Kontakte zu den überlebenden jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Aschaffenburgs und ihren Nachkommen.

Auf Initiative des Vereins hat der Stadtrat außerdem beschlossen, die Geschichte der Juden in Aschaffenburg wissenschaftlich erforschen zu lassen. Die Datenbank zur „Geschichte der Juden am Bayerischen Untermain“ enthält umfangreiche Informationen zu den ehemals in der Region lebenden Juden und deren Lebensläufen.