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Ascheberger Besonderheiten

Ansicht des Drei-Dippe-Haus

Foto: Stadt- und Stiftsarchiv.

Jesuitenkirche und das so genannte Drei-Dippe-Haus beherrschten bis Ende der 1960er Jahre den einstigen Marktplatz in Aschaffenburg. Das Drei-Dippe-Haus, eine ehemalige Scheune auf dem Areal der Jesuiten, war unter Erzbischof und Kurfürst Carl Theodor von Dalberg (1744-1817) von dessen Landesdirektionsrat Alois Bauer zu einem Wohnhaus mit repräsentativen Äußeren umgebaut worden. Der Bau erhielt 1803 eine klassizistische Fassade mit Pilasterordnung und einem Dreiecksgiebel, den drei vollplastische griechische Vasen schmückten. Diese ungewöhnliche Zier bescherte dem Anwesen im Volksmund die Bezeichnung „Drei-Dippe-Haus“. Der Zahn der Zeit, aber vor allem die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verursachten schwere Schäden am ganzen Haus; die drei Vasen verschwanden. Zwar erhielt das unter Denkmalschutz stehende Anwesen zu seinem 150jährigen Jubiläum 1953 noch eine malerische Ausgestaltung seines Dreieckgiebels durch den Künstler Christian Schad (1894-1982), aber letztlich führte die Planung und Verwirklichung des Landingtunnels 1968 zum Abbruch.