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Bildung

Schüler läuft auf Büchern

Foto: Colourbox

Das Bildungsangebot in Aschaffenburg ist äußerst umfangreich. Hier finden Sie eine Zusammenstellung aller wichtigen Informationen, zum Beispiel zu allgemein bildenden Schulen, zur Hochschule Aschaffenburg, zur Musikschule, zu offenen Bildungsangeboten oder zum Ausbildungsangebot der Stadt Aschaffenburg.

„Bildung für alle – ein Leben lang“

Vorreiter Aschaffenburg: Als erste Bildungsregion in Unterfranken hat die Stadt Aschaffenburg im Mai 2014 das Siegel „Bildungsregion Aschaffenburg“ erhalten.

Im Jahr 2009 hat die Stadt Aschaffenburg unter dem Motto „Bildung für alle – ein Leben lang“ mit der Erstellung eines Bildungsleitplans begonnen. Gestartet wurde mit einer großen Bildungskonferenz in der Stadthalle. Eingeladen waren alle im Bildungssektor Aktiven. Darunter waren Vertreterinnen und Vertreter von den Kinderkrippen und Kindergärten, den Schulen, den Elterninitiativen, der Hochschule, dem dualen Ausbildungssystem, der Erwachsenbildung, den Vereinen, der Seniorenbildung, den Beratungsstellen, der Jugendarbeit, den Kirchen und Verbänden. 130 Personen haben sich an der Konferenz beteiligt und zentrale Handlungsfelder im Bildungssektor benannt.

Die höchste Priorität bei den Maßnahmenempfehlungen hatte die Einrichtung eines kommunalen Bildungsbüros erhalten. Es ist inzwischen eingerichtet. Das Aschaffenburger Bildungsbüro wird getragen von der Stadt Aschaffenburg, arbeitet überparteilich und ist nicht an bestimmte Weltanschauungen, Konfessionen oder soziale Gruppierungen gebunden.

Inzwischen gibt es einen Zehn-Punkte-Plan zur weiteren Umsetzung der Bildungsleitplanung der Stadt Aschaffenburg in den Jahren 2014 und 2015, den Sie auf dieser Seite als PDF-Dokument finden.

Bewerbung zu „Bildungsregionen in Bayern“

Aschaffenburg hat sich zur „Bildungsregion in Bayern“ beworben. Mit der Bewerbung möchte sich die Stadt das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ sichern. Stimmt das Kultusministerium zu, dann wird die Stadt Aschaffenburg die erste Bildungsregion in Unterfranken.

Regionales Bildungskonzept

Möglich wurde dies, indem über mehrere Monate mit Hilfe von Bürgerbeteiligung ein regionales Bildungskonzept erarbeitet wurde. Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zum Ziel, die Bildungsqualität zu verbessern und regionale Bildungsangebote stärker zu vernetzen. In zwei Dialogforen und einer Arbeitsgruppenphase wurden hierfür Ideen und Anregungen gesammelt und weiterentwickelt. Der Input kommt direkt von der Basis: Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Leitungen von Bildungsträgern, Sozialpädagogen, viele weitere Vertreter aus dem Bildungssektor und nicht zuletzt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen.

5 Säulen der Bildungsregion

Ein erster Schritt zur Bildungsregion wurden im März 2013 mit dem 1. Dialogforum getan. In den Arbeitskreisen danach arbeiteten die Beteiligten an den „5 Säulen der Bildungsregion“. Daraus sind unter anderem folgende Ergebnisse entstanden:

Säule 1: Übergänge organisieren und begleiten

Vor allem im Übergang von Kindertagesstätte zu Grundschule gibt es Handlungsbedarf. Kennenlernen und gegenseitige Wertschätzung der Fachkräfte muss ermöglicht, Elternarbeit intensiviert werden. Auch in den Übergängen Grundschule–weiterführende Schuleund Mittelschule–Beruf sollte die Vernetzung des Fachpersonals ausgebaut werden.

Säule 2: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen

Unterschiedliche Systeme: Zusammenarbeit muss stets auf Augenhöhe stattfinden, denn außerschulische Bildung ist von großer Bedeutung für den Bildungserfolg und die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Säule 3: Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen

Viele Akteure aus Schulen, Vereinen, Jugendhilfe können ein gutes „Auffangnetz“ bilden für jungeMenschen und deren Familien. Dieser Kreis soll durch einzelne Maßnahmen noch erweitert und verbessert werden, zum Beispiel durch Sprachförderangebote für Flüchtlinge oder inklusive Projekte in der Jugendarbeit. Sozial benachteiligteKinder und Jugendliche benötigen oft besondere Unterstützung und Förderung, um später Chancengleichheit erfahren zu können.

Säule 4: Bürgergesellschaft stärken und entwickeln

Bildungslandschaften sollen gemeinsam gestaltet werden; nicht nur Schule vermittelt Bildung. Mitbestimmung soll gelernt und erfahren werden, Demokratiebildung praktisch vermittelt werden. Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit werden dauerhaft gestärkt, zum Beispiel durch ein regelmäßiges Fortbildungsangebot.

Säule 5: Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen

Bewusstsein schaffen: „Bildung kann gelingen, wenn du mitmachst.“ Alle Generationen sollen mit einbezogen werden. Dafür sind zunächst eine Bedarfsermittlung und eine Konzeptentwicklung nötig. Bildungsmonitoring betreiben und dadurch das bestehende Bildungsangebot sichern. Handlungsziele konsequent verfolgen.