Direktsprung:

Sie befinden sich hier: Startseite, Bürger in Aschaffenburg,Straße & Verkehr,Radverkehr,Neuigkeiten

Inhalt

Neuigkeiten

(Foto:Stadtplanungsamt)

Mit diesem Aufkleber werden die Räder gekennzeichnet.

Schrottrad-Aktion der Stadt Aschaffenburg wird wiederholt

Im Jahr 2018 wurde erstmals die „Schrottrad-Aktion“ aktiv durchgeführt. Dabei wurden nicht fahrbereite Fahrräder aus den Fahrradabstellanlagen der Innenstadt entfernt. Diese Aktion soll nun wiederholt werden. Ab Montag, 21. Januar 2019, wird der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Aschaffenburg wieder Fahrradabstellanlagen kontrollieren und erkennbare Schrotträder mit einem orangefarbenen Aufkleber versehen.

 

Ablauf der Aktion

Bei der Einschätzung potenzieller „Schrotträder“ sind die folgenden Indikatoren maßgeblich:

· nicht fahrbereiter Gesamteindruck

· keine funktionsfähigen Bremsen

· platte Reifen

· fehlender Sattel

· fehlende Laufräder

· durchgerostete Kette

· dicke Staubschicht

· Gleicher Standort des Fahrrades über vier Wochen hinaus

 

Es kann im Einzelfall vorkommen, dass auch Fahrräder mit einem Aufkleber markiert werden, die zwar augenscheinlich als „Schrottrad“ einzuschätzen sind, tatsächlich aber noch aktiv in der Benutzung sind. In diesem Fall können die Besitzer den Aufkleber einfach entfernen und ihr Fahrrad weiterhin benutzen. Der Eigentümer sollte den Aufkleber dann als eindeutigen Hinweis betrachten, dass das Fahrrad bei nächstbester Gelegenheit auf seine Verkehrssicherheit überprüft werden sollte.

 

Abholung Ende Februar und nachhaltige Verwertung

Die Aufkleber werden mit einem Datum versehen, ab dem eine Besitzerin oder ein Besitzer noch vier Wochen Zeit hat, das Fahrrad zu entfernen. Eine Demontage und Abholung der Schrotträder ist nach diesem Zeitraum für Ende Februar geplant. Die Fahrräder werden dann wieder dem Verein GESTA e.V. in Damm zur Verfügung gestellt. Dort wird die Polizeidirektion Aschaffenburg überprüfen, ob die Fahrräder als gestohlen gemeldet sind. In diesem Fall können die Räder an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Die übrigen Fahrräder werden nach Möglichkeit repariert und aufbereitet oder als Ersatzteilspender verwertet. So kommen sie einem sinnvollen und sozialen Zweck zu Gute.

 

Hintergrund der Aktion

Die steigende Fahrradnutzung in Aschaffenburg zeigt sich auch an den gut gefüllten Fahrradabstellanlagen. Leider gibt es mittlerweile auch zahlreiche Fahrräder in den Anlagen, die augenscheinlich nicht mehr fahrtüchtig sind und von ihren Besitzern offenbar aufgegeben wurden. Diese sind schwerpunktmäßig im Bahnhofsbereich und in den innerstädtischen Standorten zu finden.

 

Die Schrottrad-Aktion ist aus folgenden Gründen sinnvoll:

1. Ein bestehender Fahrradabstellplatz wird durch die Entfernung wieder nutzbar gemacht.

2. Die Kosten für Erweiterungen und Neuanschaffungen können eingespart werden.

3. Das optische Erscheinungsbild und die Akzeptanz der Anlage und des Umfeldes werden wesentlich verbessert.

4. Ein Nachahmungseffekt bei der Demontage von Fahrradteilen („Fahrradleiche fleddern“) wird

verhindert.

 

Im vergangenen Jahr wurden 90 Aufkleber in der Innenstadt an potenziellen Schrotträdern angebracht. Bei der Abholung wurden dann aber „nur“ 41 Fahrräder vorgefunden. Die anderen 49 Fahrräder hatten also offenbar noch einen Besitzer und waren durch die Aufforderung des Aufklebers aus dem öffentlichen Raum entfernt worden. Der Gewinn für die Radfahrenden in Aschaffenburg war zweifellos hoch: Mit verhältnismäßig geringen Kostenaufwand konnten 90 Fahrradstellplätze reaktiviert und zur Benutzung in der Radsaison wieder zur Verfügung gestellt werden.

 

Weitere Informationen:

Radverkehrsbeauftragter

Jörn Büttner

Telefon: 06021 - 330 1604

Email: radverkehr@aschaffenburg.de

www.aschaffenburg.de/radverkehr